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Reise nach England

Freie Christliche Schulen Siegen

Integriert statt ausgegrenzt:

Wer ein behindertes Kind hat, wünscht sich, es in einem Umfeld aufwachsen lassen zu können, das dem gesunder Kinder möglichst gleicht. Bereits im dritten Jahr bietet die Freie Christliche Hauptschule Siegen nun schon die Möglichkeit, behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen zu lassen – und das mit großem Erfolg: „Das soziale Miteinander unterscheidet sich auffallend von anderen Klassen“, berichtet Schulleiter Stefan Rubertus. „Die Schüler unserer integrativen Lerngruppen verfügen über eine ausgeprägte Fähigkeit, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen anzunehmen und ihn so zu akzeptieren, wie er ist.“ Mit der Unterstützung dieses Projekts feierte die Siegerland-Stiftung 2007 ihre Premiere und trug dazu bei, dass Unterrichtsmaterialien und Hilfsmittel angeschafft, ein Raum zur projektweisen Trennung der Lerngruppen eingerichtet und die Lehrkräfte auf die neuen Rahmenbedingungen vorbereitet werden konnten.

 

Eine lohnende Entscheidung

Dass diese Entscheidung Früchte trägt, zeigt auch das Beispiel eines Sechstklässlers, der in der Vergangenheit durch sein eher dominantes Verhalten aufgefallen war. Über Monate hinweg setzte er sich in der integrativen Lerngruppe konsequent dafür ein, dass diese am Schuljahresende als „ordentlichste Klasse der Schule“ mit einem zusätzlichen Ausflugstag belohnt wurde. Sein großes Ziel hat er erreicht: gemeinsam mit seinen Klassenkameraden etwas Schönes zu unternehmen.

 


Auf den Spuren von Charles Dickens

Nirgendwo erlernt man eine Sprache besser als dort, wo sie tagtäglich gesprochen wird – und erfährt ganz nebenbei eine Menge Wissenswertes über Land und Leute. Grund genug für die Schüler der 10. Klasse der FCS Siegen (Freie Christliche Schule), ihre Englischkenntnisse auf die Probe zu stellen und die Heimat der Queen, des berühmten englischen Regens sowie zahlreicher Dichter und Denker selbst zu erkunden.

Ein einmaliges Erlebnis

Einhelliges Fazit: England ist eine Reise wert. Acht Tage Unterbringung in englischen Gastfamilien und ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm machten die Abschlussfahrt zu einem einmaligen Erlebnis. Ob das „Charles Dickens House“ in Broadstairs, ein 2½-stündiger Küstenspaziergang an den Kreidefelsen von Margate, die Metropole London mit all ihren Sehenswürdigkeiten oder Gespräche mit Kirchenvertretern – hier war für jeden Geschmack etwas dabei. Unumstrittenes Highlight war der Überraschungsbesuch im ABBA-Musical „Mamma Mia!“. Auch Natalie Klein ist begeistert: „Die Erfahrung, eine Sprache vor Ort verstehen und gebrauchen zu können, die guten Psalmworte und die tolle Gemeinschaft werden uns allen in bester Erinnerung bleiben. Froh sind wir auch über die finanzielle Unterstützung der Siegerland-Stiftung, ohne die wir längst nicht alle Sehenswürdigkeiten hätten besuchen können – und ohne die manchen von uns das nötige Geld gefehlt hätte, mitfahren zu können.“
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